Geschichte
Die gabb - Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung Burbach mbH - wurde im September 1993 als Rechtsnachfolgerin des 'Ökumenischen Arbeitslosenzentrums Burbach' gegründet.
Anfang der 80er Jahre wurden in die Deutschland die Auswirkungen der Stahlkrise spürbar. Burbach, geprägt durch seine wirtschaftliche Monostruktur, war davon besonders stark betroffen. Die Evangelische Kirchengemeinde Burbach und die Katholische Kirchengemeinde St. Eligius solidarisierten sich mit der Belegschaft der von der Schließung bedrohten Drahtseil- und Drahtzieherfabrik Heckel.
Trotz der letztendlichen Betriebsschließung engagierten sich die Kirchengemeinden im Rahmen des Arbeitskreises 'Kirchen und Betriebsräte' weiterhin ihrem krisengeschüttelten Stadtteil und gründeten als Reaktion auf die wirtschaftliche Entwicklung 1984 das Ökumenische Arbeitslosenzentrum Burbach.
Die Landeshauptstadt Saarbrücken stellte dem Arbeitslosenzentrum auf dem Betriebsgelände der stillgelegten Firma Heckel drei Hallen zu Verfügung. Diese Hallen wurden ursprünglich im Zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangenenlager in Schichtbauweise erstellt und dienten zuletzt als Unterkunft für türkische Fremdarbeiter der Firma Heckel.
Bereits zu Beginn bestand das Interesse des Arbeitslosenzentrums darin, die betroffenen Arbeitslosen nicht 'nur' über Beratung zu unterstützen, sondern ihnen auch eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten - zunächst lediglich auf der Basis einer ehrenamtlichen Mitarbeit gegen Mehraufwandsentschädigung.
Im Mittelpunkt der praktischen Tätigkeit standen in dieser Gründungsphase die Restaurierung der Hallen und der Betrieb einer Möbelbörse. Mit Fertigstellung der Gebäude kamen neue Arbeitsfelder hinzu: eine Holzwerkstatt, ein Café als Treffpunkt für Arbeitlose und eine Metallwerkstatt.
Im Zuge dieser inhaltlichen Erweiterungen wurden, insbesondere auch auf Wunsch der betroffenen Arbeitslosen, auch zunehmend Beschäftigungsmaßnahmen eingerichtet - zunächst waren es Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, später kamen Maßnahmen nach dem Bundessozialhilfegesetz hinzu. Durch die Einbeziehung in die Förderung durch den EG Sozialfonds (ESF) entwickelte sich so zunehmend aus der Arbeitsloseninitiative eine Beschäftigungs- und Qualifizierungseinrichtung.
Dieser Professionalisierung wurde 1993 durch die Gründung der gabb Rechnung getragen, in der Organisationsform einer gemeinnützigen GmbH. Das Ausbildungszentrum Burbach (AZB) konnte als dritte Gesellschafterin gewonnen werden und durch sein Wissen in diesem Tätigkeitsfeld die weitere Entwicklung der Einrichtung unterstützten.
In den danach folgenden Jahren entwickelte sich die Einrichtung immer weiter in Richtung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, die sich besonders schwervermittelbaren Langzeitarbeitlosen annimmt.
Zuschussgeber
